Franz Roubaud (15.6.1856 Odessa -
13.3.1928 Muenchen)
Roubaud kam 1878 an die
Muenchner Akademie zu Otto Seitz, Wilhelm von Diez und Karl Theodor von
Piloty. Ansvchliessend Weiterbildung bei dem Soladtenmaler Joseph
von Brandt. Prinzregent Luitpold ernannte ihn 1889 zum
Professor. Auf den Muenchner Glaspalast-Ausstellungen, an denen
er jaehrlich teilnahm, wird ihm 1892 und 1893 die Goldmedaille
verliehen. Weitere Goldmedaillen erhielt er 1892 in Madrid, 1893
in Chicago, 1895 in Berlin und 1905 in St. Petersburg. Roubaud war
zeitlebens eine starke Persoelichkeit und hatte mehrere Ehrenaemter
inne. Zu seinen Freunden und Foerderern zaehlten Prinzregent Luitpold
und die Zaren Alexander III und Nikolaus II. 1903 holte ihn der
Zar an die St. Petersburg Akademie, wo er bis 1912 als Professor
lehrte. Von hier aus unternahm er zahlreiche Studienreisen in den
Kaukasus. 1912 kehrte er wieder nach Muenchen zurueck. Seit
1903 besitzt er ein Landhaus bei Rimsting. Roubaud wurde ein
meisterlicher Schilderer des Volks- und Kriegserlebens im
Kaukasus. In leuchtenden Farben und einem unerschuetterlichen
Realitaetssinn malte er wie kein anderer die erbarmungslose Haerte
dieser Landschaft. In seinen Bildern, reitende Tscherkessen,
Troikas, wilde Reiterspiele, russische Doerfer und Maerkte,
Truppenzuege und Gefechte spiegelt sich die Geschichte ganzer Voelker
wieder. Roubaud schuf auch mehrere gigantische Panoramen, die
alle von Zaren angekauft wurden. Schlachtenszene fuer die
Ruhmeshalle in Tiflis (1890), "Die Erstuermung der Bergfeste Achulgo im
Kaukasus im Jahre 1859" (1890), "Verteidigung Sebastopols 1854/55"
(1903), und "Die Schlacht bei Borodino" (1912), letzteres 15m hoch und
115m lang, fuer welches in Moskauein eigenes Panorama-Museum gebaut
wurde. Bilder von Franz Roubaud befinden sich in vielen Museen
und Staedt. Galerien Deutschlands und der Sowjetunion. Das
Heimatmuseum Prien besitzt das Bild "Prinzregent am Chiemsee".
Das Grab von Franz Roubaud befindet sich auf Frauenchiemsee.
Source:
Galerie Franz Gailer, Frauenchiemsee
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